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Bartagamen
ernähren sich omnivor, was bedeutet, dass sie sich sowohl von
pflanzlicher, als auch von tierischer Kost ernähren.
Da für
Jungtiere bis zu einem Alter von ca. 8 Mon. die energiereiche tierische
Kost für das Wachstum sehr wichtig ist, sollten diese hauptsächlich mit
tierischer Kost ernährt werden, manche Jungtiere gehen anfangs gar nicht
an Grünfutter.
Im Terrarium
sollte jedoch immer pflanzliche Kost angeboten werden, auch wenn es kaum
oder gar nicht gefressen wird. Dies ist zumindest sehr wichtig, um die
Tiere an das Grünfutter zu gewöhnen, da ausgewachsene Bartagamen nur
noch sehr wenig tierisches Futter bekommen sollten. Lernt eine junge
Bartagame das Grünfutter nicht kennen, wird es sehr schwer sein, sie
später an Grünfutter zu gewöhnen, da Bartagamen von sich aus immer das
tierische Futter bevorzugen.
Wie erwähnt,
sollten Bartagamen ab dem 8. Lebensmonat nur noch wenig mit tierischer
Kost gefüttert werden. Hier ist es dafür um so wichtiger genügend
Grünzeug anzubieten. Das Verhältnis zwischen tierischer und pflanzlicher
Kost sollte hier nur noch 20:80 betragen. Jeden zweiten Tag 3-5
Futtertiere reichen hier vollkommen aus. Des Weiteren sollte einmal die
Woche ein Fastentag eingelegt werden, an dem ausschließlich Wasser
angeboten wird. Werden die Tiere mit tierischer Kost überfüttert kann
dies schnell zu Leber- oder Nierenschäden führen. Für einen kleinen
Anhalt kann man sagen, dass ein ausgewachsenes Tier mit ca. 45cm GL ca.
350g wiegen sollte.
Lebendfutter
Als Futtertiere eignen sich eigentlich
alle in Zoogeschäften oder per Onlineversand erhältlichen Futtertiere
wie
-
Schaben,
-
Heuschrecken,
-
Heimchen,
-
Grillen,
-
Zophobas und
-
Mehlwürmer,
wobei die beiden letztgenannten aufgrund des hohen Fettanteils nur
selten verfüttert werden sollten.
Lebendfutter sollte man auf jeden Fall
nach dem Kauf noch 2
Tage anfüttern, um den Nährwert zu erhöhen. Hierzu
eignet sich das Grünfutter, was auch die Bartagamen bekommen, am besten.
Zusätzlich sollte den Futtertieren auch ein wenig Fischfutter (Blättchenform) angeboten
werden, da dies sehr Vitaminreich ist.
Wenn möglich sollten Futtertiere aus den kleinen Dosen in
größere (z.B. Plastikboxen) umgesetzt werden. Gerade bei Heimchen sollte
man darauf achten, dass diese aus den so genannten Fauna-Boxen entkommen
können. Wir benutzen hier eine große Plastikbox mit Deckel, in die wir
mit einer heißen Nadel Löcher gebrannt haben.
An Jungtiere verfüttern wir bis zur 4.
Lebenswoche nur kleine Heimchen, da diese im Gegensatz zu den Grillen
einen weicheren und damit besser verdaulichen Chitinpanzer haben.
Mehlwürmer sollten Jungtieren noch gar nicht verfüttert werden.
Ab der 4. Lebenswoche beginnen wir mit
mittleren Heimchen.
Zophobas werden bei uns ausschließlich
erst ab dem 8. Lebensmonat verfüttert.
So sollte
man während des Wachstums langsam anfangen, die Futtergröße zu erhöhen.
Als Anhalt kann man sich danach richten, dass die Futtertiere nicht
größer sein sollen, als das Maul der Bartagamen breit ist.
Adaulte Bartagamen bekommen von den o.g.
Futtertieren nur noch die Großen. Zusätzlich kann man adaulten
Bartagamen einmal monatlich eine Babymaus, oder einen so genannten
Springer, also eine Jungmaus mit Fellansatz anbieten. Letztere haben
aufgrund der weiteren Knochenentwicklung und des Felles etwas mehr
Kalziumanteile. Viele Halter verzichten ganz auf das Zufüttern von
Mäusen oder anderen Kleinsäugern, was auch kein Problem darstellt. Da trächtige Weibchen jedoch
einen höheren Energie- und Kalziumbedarf haben, bietet sich die
Verfütterung zumindest während der Trächtigkeit an.
Grünfutter
Als
Grünfutter eignen sich diverse Salate aus dem Supermarkt und Wiesengewächse,
wie Klee mit Blüten oder Löwenzahn mit Blüten.
Sammelt man jedoch
Grünfutter von Wiesen, sollte man darauf achten, dass diese möglichst
unbelastet von Schadstoffen, also ungespritzt sind und sich nicht gerade
an einer Straße befinden.
Obstsorten kommen im Verbreitungsgebiet
der Bartagamen nicht vor. Daher ist die Verdauung der Bartagamen u.a.
wegen der Fruchtsäure, nicht auf Früchte ausgelegt.
Selten kann aber auch ein wenig Obst als Leckerli nicht schaden. Auf die
Verfütterung von Zitrusfrüchten, Äpfeln und anderen Früchten, die einen
hohen Säuregehalt haben, verzichten wir ganz.
Bestimmte Keimlinge, die man zu Hause
selbst mit einem Keimgerät aufziehen kann, sind sehr Nährstoffreich und
eignen sich ebenfalls sehr gut.
Wichtig bei der Auswahl des Grünfutters
ist das Verhältnis von Kalzium und Phosphor. Da Phosphor die
Kalziumablagerung in den Knochen hemmt, sollte der Kalziumanteil dem
Phosphoranteil überwiegen.
Für die Verfütterung sollte das
Grünfutter mundgerecht zerkleinert werden.
Folgendes Grünfutter bekommen unsere
Tiere...
aus den Supermarkt:
-
Endiviensalat,
-
Radicchio,
-
Rucchola,
-
Lollo Rosso,
-
Bionda,
-
Chicoree,
-
Bleichsellerie
-
Feige,
-
Papaya,
-
Johannisbeere,
-
Heidelbeere,
-
Brombeere,
-
Karotte
Keimlinge (aufgezogen mit „Biosnacky
Keimgerät“):
von der Wiese:
Aufwertung des Futters:
In der Terrarienhaltung können wir den
Tieren über das reine Futter nicht die Vitamine und das Kalzium zukommen
lassen, die
sie in der Natur über ihre Nahrung zu sich nehmen. Aus diesem Grunde
müssen zum Futter noch weitere Spurenelemente zugegeben werden. Dies
nennt man Suplementierung.
Als Vitaminpräparat benutzen wir Korvimin
ZVT Reptile, welches über Ebay oder einen Tierarzt zu bekommen ist. Lt.
der Empfehlung unserer Tierärztin bestäuben wir mit diesem Pulver die
Futtertiere für unsere adaulten Tiere einmal wöchentlich, da diese
bereits viele Vitamine über das Grünfutter aufnehmen. Bartagamen die
sich im Wachstum befinden, oder trächtige Weibchen sollten bei jeder
zweiten Fütterung bestäubte Futtertiere erhalten.
Um den Kalziumbedarf zu decken bestäuben
wir unsere Futtertiere bei den Fütterungen ohne Vitaminbestäubung mit
einen Kalziumpulver, welches in Apotheken (Kalziumlactat), oder über den
Zoohandel zu beziehen ist. Des Weiteren sollte den Tieren immer
zerbröselte Sepiaschale angeboten werden.
Flüssigkeitsversorgung:
Die
Feuchtigkeit, die Bartagamen zum Leben benötigen, entnehmen sie
größtenteils aus der Nahrung. Jedoch sollte auch darauf geachtet werden,
dass sie aus ihrem Wassernapf, in dem das Wasser täglich gewechselt
werden muss, etwas trinken.
Sollte dies
nicht geschehen, kann man versuchen, die Tiere einmal die Woche zu
besprühen. Hierbei sollte man so sprühen, dass aus der Sprühflasche das
Wasser nicht mit Druck zu den Tieren kommt. Durch langsames Sprühen
sollte man den Wasserstrahl so dosieren, dass das Wasser in Tröpfchenform aus
der Sprühflasche kommt. Für die Bartagamen ist dies wie Regen, sie
bemerken dies, flachen ihren Körper ab und stellen ihn so, dass das
Wasser vom Rücken über den Kopf zum Maul läuft, wo es dann abgeleckt
wird. |