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Bartagamen sind wechselwarme Tiere. Das bedeutet, dass ihre Körpertemperatur von der Umgebungstemperatur abhängig ist. Sie müssen daher im Terrarium die richtigen Temperaturen vorfinden, um auf ihre „Betriebstemperatur“ zu kommen.

Im Terrarium sollten verschiedne Temperaturzonen herrschen. Bartagamen benötigen einen kühlen Bereich von ca. 25°C, pro Tier mindestens einen erhöhten Wärmepunkt, auf dem Temperaturen von 40 bis max. 55°C herrschen und eine Grundtemperatur von ca. 30°C.

Die Beleuchtung unter den Punkten "Grundbeleuchtung" und "UV-Beleuchtung" gibt schon Wärme ab. Daher wird die Grundtemperatur meist schon richtig sein. Es wird also höchstwahrscheinlich nur noch nötig sein, Wärmepunkte einzurichten.

Da Bartagamen in der Natur diese Wärmepunkte auf Steinen und auf erhöhten Ästen finden, sollten auch im Terrarium vorzugsweise hohe Äste oder Steine mit Wärme bestrahlt werden. In der Natur suchen die Tiere am Ende des Tages u.a. Steine auf, die während des Tages durch die Sonne aufgewärmt wurden und die Wärme noch eine Zeit speichern. So nutzen die Tiere noch vorhandene Wärme aus, um etwas länger die gewünschte Temperatur zu halten.

Benutzt man einen Ganztags-UV-Strahler, der einen Punkt in 35cm Abstand bestrahlt, so ist schon der erste erhöhte Wärmepunkt vorhanden.

Ein weiterer erhöhter Wärmepunkt wäre nicht schlecht, bei zwei Tieren sogar dringend anzuraten (bei mehreren Tieren, immer ein Punkt pro Tier). Man schafft durch Äste order Steine (usw.) also einen zweiten Wärmepunkt und Beleuchtet diesen mit einem so genannten Spot.

Hier bieten zum einen Hersteller für Reptilienzubehör passende Produkte an. Diese sind jedoch nichts anderes als die Spotstrahler, die auch im Baumarkt erhältlich sind, wobei die Baumarktvariante wesentlich günstiger ist.

Am besten eigenen sich Halogenstrahler, die so genannten PAR-Strahler. Sie sind für E 27 Fassungen (normale Glühbrinenfassungen) und im Baumarkt günstig zu bekommen. Sie geben pro Watt mehr Wärme ab als herkömmliche Spotstrahler, haben eine höhere Lebensdauer und sind recht unempfindlich gegen Spritzwasser.

Auch herkömmliche Spotstrahler, wie der Osram Concentra, sind sehr gut für die Schaffung von Wärmeplätzen geeignet.

Um die richtige Temperatur zu erreichen, sollte man sich anfangs mehrere Strahler mit unterschiedlichen Leistungen (Watt) kaufen und mit diesen testen, welcher die richtige Temperatur bringt.

Da in der Natur die Wärme auch nur von der Sonne kommt, verbinden Bartagamen die Wärme mit Licht. Von daher ist von Heizsteinen, Heizkabeln, Heizmatten und sämtlicher Wärme, die von unten kommt, abzuraten. Auch die Keramikheizstrahler sind nicht geeignet.

Infrarotlicht ist ebenfalls nicht geeignet, da es Gesundheitsschädigungen bei Bartagamen verursachen kann.

 

     

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Stand: 17.03.06