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Bartagamen werden meist ab einem Alter von 8 Wochen von Züchtern oder
Zoohandlungen abgegeben. Hier sind die Tiere in der Aufzucht meist aus
dem „Gröbsten“ raus und lassen sich unter Beachtung unserer Haltungstips
relativ einfach Pflegen.
Gegen den Kauf von einer Zoohandlung spricht
allerdings folgendes:
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Die Tiere sind dort im Vergleich zum
Privatzüchter teurer.
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Die dortigen Tiere werden sowohl von
Privatzüchtern, als auch Großhändlern eingekauft, die letzteren
sehen Tiere eher als Ware und der Zustand ist teilweise schlecht.
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Häufig haben die dortigen Fachhändler keine
Ahnung, oder Beraten potentielle Käufer absichtlich falsch, um ihre
"Ware" an den Mann/Frau zu bringen ("120x60x60 cm Terrarium reicht
für ein adaultes Pärchen aus", "Reptiglo ist super...")
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Da die Tiere meist von unterschiedlichen
Züchtern in einem Terrarium untergebracht werden, besteht die
Gefahr, dass sich auch gesunde Tiere mit Parasiten anstecken, die
Gefahr parasitäre Tiere vom Zoohandel zu bekommen ist meist größer,
als von einem guten Privatzüchter.
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Privatzüchter vermehren ihre Tiere meist nicht
aus Gründen des Profits, im Gegenteil, sie sind engagiert bei der
Sache, füttern ihre Tiere ausreichend und bieten Anfängern meist
eine wesentlich bessere Beratung.
Wir tun hier mit Sicherheit auch einigen Zoohandlungen Unrecht.
Es gibt
auch seriöse Zoohandlungen. Eine von diesen haben wir in Holzminden
(wenn das jemand kennt) gefunden und sind dort häufig anzutreffen.
Jedoch sieht es bei den meisten Zoohandlungen (wir schätzen
ca. 90%), wie oben Stichpunktartig beschrieben, aus. Deshalb können wir gerade Anfängern nur dazu raten,
sich einen Züchter aus der Nähe zu suchen und von diesem die Tiere zu
erwerben.
Wie gesagt, Tiere werden meist im juvenilen Alter verkauft und
angeboten.
In
diesem Alter ist es meist jedoch fast unmöglich, das Geschlecht der
Tiere zu bestimmen, man kann zwar teilweise die Geschlechtsmerkmale der
Männchen schon erkennen und hier ist es dann auch sicher, dass es sich um
ein Männchen handelt. Jedoch ist es so, dass bei vielen Tieren im jungen
(juvenilen) und halbwüchsigen (subadaulten) Alter die
Geschlechtsmerkmale nicht erkennbar sind.
Viele Verkäufer sagen dann: „Dies ist ein wahrscheinliches Weibchen“.
Das ist jedoch nicht richtig, denn bei juvenilen bis subadaulten
Bartagamen, ohne sichtbare Geschlechtsmerkmale, kann es sich um ein
Weibchen oder aber auch um ein Männchen handeln.
Lasst euch nichts
einreden, man kann nur relativ genau feststellen, um welches Geschlecht
es sich bei einem Tier handelt, wenn es geschlechtsreif, also mindestens
6 Monate alt ist. 100% genau kann man es bei einem Weibchen jedoch erst
sagen, wenn das erste Gelege erschienen ist, da unterdrückte Männchen ihre Geschlechtsmerkmale
unterdrücken und dann wie ein Weibchen aussehen können.
Wie in "Verhalten" erwähnt, kann man nur 1 Männchen
pro Terrarium halten. Daher empfehlen wir erst einmal nur ein Jungtier
zu erwerben und dann später eines bzw. mehrere mit passendem Geschlecht
dazuzusetzen.
Bartagamen sind
grundsätzlich Einzelgänger, eine Gruppe mit einem Männchen und mehreren
Weibchen klappt aber meist problemlos. Auch die paarweise Haltung
verläuft häufig ohne Probleme, hier kann es aber manchmal zu Problemen kommen, wenn ein
sehr paarungswilliges Männchen ein Weibchen durch seine ständigen
Paarungsversuche zu sehr stresst.
Aber wie gesagt, Bartagamen gelten als
Einzelgänger, so dass auch eine Einzelhaltung keine Probleme darstellt.
Bei der Auswahl der Tiere sollte man darauf
achten, dass man sich die stärksten, lebendigsten und wachsamsten Tiere
aussucht. Auch wenn diese am Anfang noch nicht sehr zahm sind, bei
guter Pflege werden sie es von allein.
Bei Tieren mit tränenden Augen, oder schwachen
Tieren kann man nur vom Kauf abraten, schaut euch die Tiere direkt beim
Züchter oder in der Zoohandlung an und entscheidet nicht nur nach den
schöneren Färbungen, die sich so wie so noch ändern können!
Nach unserer Erfahrung sollte ein 8
Wochen altes Tier eine Gesamtlänge von ca. 15-20 cm haben und ca. 15-25g
wiegen. Darunter handelt es sich um unterdrückte, schlecht fressende
oder unzureichend ernährte Tiere. |